Worte zum neuen Jahr 2021

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
eigentlich hätten unser Bürgervorsteher Peter Nelle und ich Sie gern an einem der letzten Wochenenden zu unserem alljährlichen Neujahrsempfang begrüßt ….. eigentlich.
Eigentlich wäre vielleicht auch schon die ein oder andere Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr oder unserer Vereine gewesen …. eigentlich.

Seit Monaten ist alles anders in unser aller Leben. Die Corona-Pandemie bestimmt unseren Alltag seit fast einem Jahr.
Für mich ist es zugleich auch das erste Jahr als Ihre Bürgermeisterin. Gerade der Tourismus und damit auch die Finanzen unserer Gemeinde wurden im Jahr 2020 durch die Pandemie beherrscht und werden es wohl auch in diesem Jahr 2021.

Im März 2020 kam es zum ersten harten Lockdown in Deutschland. Bis auf Lebensmittel und Baumärkte wurde so ziemlich alles geschlossen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schien auch noch pausenlos die Sonne. Für viele ein Lichtblick, für unsere Gewerbetreibenden allerdings der traurige Anblick, dass ihr Arbeitsplatz bespielt wird und sie zum Nichtstun verpflichtet wurden.

Gemeinsam haben wir für das Land in der Vorreiterrolle und gemeinsam mit unserem Landrat Konzepte entwickelt, die es möglich gemacht haben, dass es zu einer Öffnung des Tourismus am 18.05.2020 kam.
Ein für uns alle spannender und zugleich anstrengender Sommer begann.

Das Bürgerhaus mutierte insgesamt zum Ordnungsamt. Unserem Ordnungsamtsleiter, Herrn Laskowski, dem ich für seinen ständigen Einsatz ganz besonders dankbar bin, und mir ist es gelungen, zusammen mit dem Krisenstab und den Kolleginnen und Kollegen der Gemeinde und der TALB (Tourismusagentur Lübecker Bucht) sowie Polizei, Feuerwehr und DLRG den Sommer und Strandurlaub in gute Bahnen zu lenken.
Dankbar bin ich auch für die kurzen Wege und die Unterstützung unserer Gewerbetreibenden, die durch ihr diszipliniertes Zutun ebenso dazu beigetragen haben.

Aber auch unsere Strandkorbvermieter haben einiges mitgemacht. Sie haben sich dem Andrang an ihren Strandabschnitten gestellt, sowie die Einführung der Strandampel unterstützt. Gerade zu Beginn haben sie mehrmals täglich die Zahlen manuell an die TALB gemeldet. Insgesamt haben der gute Sommer und dieses hervorragende Zusammenspiel aller Akteure dafür gesorgt, dass wir alle mit einem „blauen Auge“ davongekommen sind.

Und letztlich sind es genau diese Akteure und die großartigen Firmen unserer Gemeinde, die Arbeitsplätze sichern, nicht nur im Gastgewerbe. Alle sind betroffen vom Lockdown - vom Reinigungsdienst bis zum Apotheker, vom Taxifahrer bis zum Bäcker.

Und diese Betriebe sind es auch, die nicht nur unsere Vereine seit Jahren sponsoren, sie sind es auch, die durch ihre Gewerbesteuern einen Großteil der Schulen, Kindergärten, Feuerwehren usw. bezahlen und nun bereits seit November um Ihre Existenz bangen. Der große, nun viel bedachte Onlineriese bezahlt das alles nicht. Bitte unterstützen Sie unsere Betriebe. Viele bieten ein Abhol- und Lieferservice an.

Auch 2021 wird Deutschland als Urlaubsland beliebter sein denn je. Mit dem Wissen von heute haben wir uns wohl im vergangenen Sommer nur warmgelaufen. Alle sind hungrig nach Sommer, Sonne und ein bisschen Normalität.
Wir brauchen unser aller gegenseitigen Respekt und Toleranz, damit wir auch den Sommer ´21 gut überstehen.

In den nächsten Wochen wird der Saal im Kurparkhaus Scharbeutz fertig und das Haffhuus nähert sich der Fertigstellung. Damit stehen zwei Objekte für Kunst und Kultur im Tourismus und zur Erweiterung des gemeindlichen Angebotes zur Verfügung.
Auch das Haus des Kurgastes in Klingberg wird renoviert und barrierefrei umgebaut, sodass auch hier den wundervollen Veranstaltungen mit Blick auf den Pönitzer See nichts mehr im Wege steht.

Ebenfalls im Herbst 2021 planen wir den Baubeginn der neuen Seebrücken in Scharbeutz und Haffkrug. Leider fehlen hier noch die notwendigen Fördergeldbescheide, damit es auch wirklich losgehen kann.

Aber Scharbeutz ist so viel mehr als nur Tourismus. Vom Binnenland bis an den Strand hält diese Gemeinde zusammen. Das hat das letzte Jahr nun wirklich bewiesen, ob Einkaufshilfen, ob Spenden, ob Unterstützung in allen Bereichen, ob Vereine, ob DLRG, ob unsere freiwilligen Feuerwehren. Und so freut es mich ganz besonders, bald das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus in Schürsdorf an seine zukünftigen Nutzer übergeben zu können. Die Feuerwehr freut sich wohl genauso, wie auch unsere plattdeutschen Theatervereine und der Dorfvorstand.

Ebenso steht der Bau einer neuen Feuerwehr in Scharbeutz auf der Planungsliste. So hoffe ich, dass wir kurzfristig ein geeignetes Grundstück festlegen können, damit es auch wirklich losgehen kann. Die Kameradinnen und Kameraden brauchen dringend dieses neue Gebäude.
Auch ein Dorfgemeinschaftshaus für Pönitz ist zusammen mit dem Museum geplant. Gemeinsam, Politik, Dorfvorstände und Verwaltung arbeiten wir an der Infrastruktur unserer Gemeinde in allen Ortschaften. Gerade der Herbst 2020 hat unsere Gemeindevertreterinnen und –vertreter sowie die bürgerlichen Mitglieder viele Abendstunden in den Sitzungen und Ausschüssen gekostet, allen Wünschen soweit wie möglich gerecht zu werden.

Daher gilt ein ganz großes Dankeschön Ihnen allen für ihr großartiges ehrenamtliches Engagement zum Wohle unserer gesamten Gemeinde.
Ganz besonders freue ich mich auf die wohl wichtigsten Investitionen, die Investitionen in unsere Kinder. 

So ist der Neubau der Ostseegrundschule in Scharbeutz geplant, der Erweiterungsbau der Grund- und Gemeinschaftsschule in Pönitz und der Neubau der Kindertagesstätte Rappelkiste in Pönitz.
Das sind Investitionen in die Zukunft!

In Pönitz haben wir noch kurz vor Jahresende nach der Einigung mit dem Bauträger auch endlich nach vielen Jahren Rechtsstreit die Straßen im Feldkamp fertiggestellt.
Für die Anwohnerinnen und Anwohner geht damit endlich ein Wunsch nach schönen Wegen und einen „sauberen“ Hausflur in Erfüllung. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Prozess so positiv beeinflussen konnte. Insbesondere Corona hat wieder deutlich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für unsere Gesellschaft ist. Für uns alle unverständlich war dann wohl die Regelung im ersten Lockdown, die den Ausbau der Technik nicht für systemrelevant hielt.

Inzwischen ist hier einiges passiert. Es läuft bestimmt nicht alles zufriedenstellend, aber es geht voran. Zudem integrieren wir den Ausbau der Breitbandtechnik soweit es geht auch bei der Erneuerung und dem Ausbau unserer Straßen. Leider sind noch viele Bereiche unserer Gemeinde unterversorgt, was weder dem Homeoffice hilft noch den ohnehin in dieser Zeit schwer belasteten Kindern beim Homeschooling.

Wir setzen alles daran, die gesamte Gemeinde zukunftsweisend mit absoluten Blick nach vorn auf die bevorstehenden Aufgaben vorzubereiten.
Ein ganz besonders sensibles Thema ist und bleibt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

2020 wurden in einigen Neubaugebieten in Scharbeutz, Gleschendorf und Pönitz die Familienheime bezogen. Gemeinsam mit der Politik entwickeln wir gerade weitere Möglichkeiten für unsere Bürgerinnen und Bürger. Zudem überarbeiten wir in den Gremien die gesamte Bauleitplanung, um durch die Ausweisung reiner Wohnbaugebiete Tourismus und Wohnen wieder in Einklang zu bringen.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass jede Ferienimmobilie/Ferienwohnung neben der abgaben rechtlichen Anmeldung auch einer entsprechenden baurechtlichen Genehmigung bedarf.
Einen Bestandsschutz, weil es schon immer so war, gibt es grundsätzlich nicht. Allerdings gibt es nach neuster Rechtsprechung Ausnahmen. Auch dürfen Wohnhäuser nicht ohne baurechtliche Genehmigung in Ferienwohnungen umgewandelt werden. Bei Fragen steht Ihnen unser Bauamt gern zur Verfügung.

2017 hat das Land durch eine Gesetzreform den Weg zu Abschaffung der Straßenausbaubeiträge freigemacht mit dem Versprechen, die benötigten Mittel zu kompensieren. Aus der Kompensation ist nichts geworden, die Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinde tragen die Kosten allein weiter.

In Zusammenarbeit mit allen Fraktionen wurde ein Konsens in diesem Bereich geschaffen, der die Bürgerinnen und Bürger weit weniger belastet als zuvor regelmäßig überprüft wird und so mit großer Mehrheit im Dezember auf der letzten Gemeindevertretersitzung unter Leitung unseres geschätzten Bürgervorstehers Herrn Peter Nelle verabschiedet wurde. Unser Tiefbau hat bereits einen Teil des Ausbaus Kiepenberg unter Berücksichtigung der Belange der Versorgungsträger erfolgreich umsetzen können. Durch diese Abstimmung sparen alle Beteiligten, insbesondere die Bürgerinnen und Bürger viel Geld.

Neben vielen Projekten müssen wir in unserer Gemeinde auch um unsere Wohlfühlsituation kämpfen. Ambitionierte Pläne beeinflussen auf Dauer die Lebensqualität in unserer Gemeinde. So steht der Kampf um einen übergesetzlichen Lärmschutz im Zuge der Schienenhinterlandanbindung auch weiterhin ganz oben wie auch ein für alle verträglicher Ausbau einer 380KV-Leitung, wenn diese denn überhaupt notwendig ist.

Insgesamt müssen wir uns noch mehr Gedanken um unsere wunderbare Natur machen. Im letzten Jahr haben wir den Einstieg in den Klimaschutz beschlossen. Bauprojekte sollen zukünftig darauf ausgerichtet werden. Unser Wald soll viel mehr Beachtung erhalten. Ein Klimaschutzmanager wird die Umsetzung begleiten und erneuerbare Energien sollen in allen Bereichen unseres Lebens mehr in den Focus rücken.

Wir sind eine familienfreundliche Gemeinde und wollen es auch bleiben, eine Gemeinde, in der man sich kennt und sich aufeinander verlassen kann. Und das hat die Gemeinde mehr denn je bewiesen.

Und genau mit diesem Wissen gehen wir auch optimistisch in das Jahr 2021, für das wir Ihnen auch auf diesem Wege noch einmal alles Gute, Glück und Gesundheit mit vielen schönen und besonderen Momenten wünschen!

Das Jahr wird mit Sicherheit nicht einfach, neben Corona haben wir, Politik und Verwaltung, uns große Ziele gesetzt. Aber wir schaffen das gemeinsam mit Ihnen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gäste passen Sie gut auf sich auf! Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz wird auch 2021 ein gutes Jahr für uns alle.

 

Liebe Grüße

Bürgervorsteher Nelle   Bürgermeisterin Bettina Schäfer

Bürgervorsteher Peter Nelle und Bürgermeisterin Bettina Schäfer

 

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